Auszählungen von Sendelisten haben für das Jahr 2003 ergeben, daß der Anteil deutschsprachiger Musik bei 1,2 Prozent liegt. Wer ein
Radio besitzt, kennt das Elend: Was die Popsender landauf, landab den ganzen Tag lang spielen, ist ein langweiliges Einheitsgedudel aus amerikanischen
Landen. Musikalische Meterware, die möglichst wenig Werbekunden verschrecken soll. Bei den privaten Sendern ist dies ärgerlich, bei den
öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ist es ein Skandal. Diese werden nicht nur von der öffentlichen Hand finanziert, sondern haben
obendrein auch noch den Auftrag, zu informieren und zu bilden. Das tun sie kaum.
Da offenbar ein regelrechter Boykott deutschgesungener Titel oder überhaupt in Deutschland produzierter Musik bei den Radiosendern praktiziert wird, fordert jetzt die Mehrzahl der Betroffenen eine gesetzliche Mindestquote – als letzten Rettungsanker für Musiker wie Hörer. Verschiedene Umfragen in allen Medien weisen auf den Wunsch nach mehr Deutschem hin. Fast 60 Prozent aller Teilnehmer stimmen für eine Quote.
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