Monika Griefahn (Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Kultur und
Medien):
"Radio in Deutschland ist auch Kulturgut, wodurch die Menschen die
Möglichkeit bekommen sollten, von Künstlern und deren Musik im Land zu erfahren.
Dafür muss es zukünftig mehr deutschsprachige und in Deutschland produzierte
Musik geben."
Dieter Birr (Puhdys):
"Die deutsche Musik wird unterdrückt. Mit einer Quote hat sie
wieder eine Chance. "
Julian Nida-Rümelin (ehem. Kulturstaatsminister):
„Es sind immer die gleichen Titel, die wir zu hören kriegen.
Die Zahl der im Rundfunk gespielten Titel ist von früher über eine
Million auf rund Tausend geschrumpft. Wir erleben also einen dramatischen Verlust
an musikalischer Artenvielfalt, der das Schrumpfen biologischer Arten noch weit
übertrifft: Es bleibt am Ende wohl nur noch eine Art übrig: englischsprachig
und daher für den globalen Markt geeignet, schlicht in
der künstlerischen Qualität und für die große internationale,
angelsächsisch dominierte Musikindustrie einträglich. Ein entschiedenes
Ja zur Quote deutschsprachiger Musik im Radio. Sie dient der kulturellen Vielfalt.
Und außerdem: Wir wollen wieder
verstehen, was wir hören.“
Hartmut Engler (Pur):
„Selbst öffentlich-rechtliche Sender wie SWR 3 haben nur
noch einen sehr geringen deutschsprachigen Anteil. Warum sollte man den Sendern
nicht auferlegen, pro Stunde einen deutschen Titel zu spielen? Ansonsten drohen
wir langsam den Zugang zu unserer eigenen Sprache zu verlieren.“
Gotthilf Fischer:
"Ein Land, welches seine Volkslieder vergißt, ist dabei, vergessen
zu werden."
Heino:
„In Deutschland haben sie heute alle den Jugendwahn, und in der
Musik ist alles Englisch. Aber da schließe ich mich nicht an, und viele
junge Leute sind einer Meinung mit mir. Die lassen sich auch nicht verführen.“
Lindenberg zwo:
"An den jungen Talenten zu sparen und sich nur auf die Amikultur zu
stürzen, das ist ein Arschtritt für die Branche und ein Verrat an
der eigenen Kulturidentität."
Peter Maffay:
"Viele Sender weigern sich, mich und meine deutschen Kollegen zu spielen.
Das ist Zensur. Wir deutschen Künstler werden diskriminiert, die Zuhörer
durch die englische Einheitsmusik manipuliert!"
Reinhard May:
"Es führt kein Weg an einer Quote vorbei, wenn wir nicht
einen ganzen Kultur- und Wirtschaftszweig an unterlassener Hilfeleistung eingehen
lassen wollen",
Mario Ohoven (Präsident des BVMW): 
"Ohne Quote bleibt die Ungleichheit auf dem Musikmarkt bestehen."
Tim Renner:
„Junge Musiker brauchen die Chance, ihre neuen Titel einem grösseren
Publikum zu präsentieren. Das geht nur über Medien – unser traditionell
wichtigster Kanal ist das Radio. Leider erhalten junge, insbesondere deutschsprachige
Künstler in den letzten Jahren im Radio immer weniger Raum. Die Zahlen
sind niederschmetternd. Das Motto der Sender: wir machen keine Hits, wir spielen
sie nur. Und zwar immer dieselben in abenteuerlich hohen Rotationen.“
Udo Jürgens:
„Für die Identität eines Landes ist es sehr wichtig,
daß die Basis-Musik in der Landessprache gesungen wird."
"Ein Gesetz ist wichtig, weil wir sonst keine Chance gegen die Übermacht
amerikanischer Produktionen haben."
Kurt Beck:
„Leider finden deutsche Nachwuchskünstler und Musikproduktionen
in den Sendern zu wenig Beachtung. Die in Deutschland lebenden Künstler
müssen eine gute Chance bekommen, sich auf dem Markt bekannt zu machen
und an ihm teilhaben zu können.“
Wolfgang Thierse:
Künstler aus Deutschland und Europa sollen eine größere
Chance in den Sendern bekommen, „damit deutsche und europäische Kultur
sich gegen die Allmacht des amerikanischen Kulturimperialismus durchsetzen kann“.
Jim Rakete (AG Musiker in eigener Sache):
„Die Musiker haben den Eindruck gewonnen aus den letzten Jahren, daß
einfach nicht genügend eigene Kultur gespiegelt wird in unseren Sendern
und wir haben also zum Beispiel Phänomene, daß amerikanische Songlieferanten
sofort in der A-Rotation landen von irgendwelchen Privatradios, während
deutsche Interpreten irgendwie in der C-Rotation landen und versteckt werden
im Nachtprogramm. Auf diese Weise reißt natürlich, sagen wir einmal,
diese Verbindung zur eigenen Kultur sehr stark ab.“
Antje Vollmer: 
„Die hier lebenden Künstler müssen eine Chance haben,
am Markt überhaupt teilnehmen zu können."
Gerd Gebhardt (Phonoverband):
„Umso ärgerlicher, daß Neuheiten, auch deutschsprachige
Neuheiten, so wenig im Rundfunk gespielt werden. In den Albumcharts sind diese
Woche acht deutsche Produktionen - sechs deutschsprachige und zwei englischsprachige
in den TOP10. “
Initiative Musiker in eigener Sache:
„Wir finden: es muß wieder möglich sein, Musik aus
Deutschland in den Medien zu hören. Die Quote zugunsten der Musik von deutschsprachigen
Künstlern ist eine Notwendigkeit, weil sie das einzige politische Mittel
ist, eine Chancengleichheit in den Medien wieder herzustellen.“
Eckhardt Barthel (Kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion
im Bundestag):
„Wer nicht von einem der wenigen großen Musiklabels vertreten
wird, hat kaum noch eine Chance, öffentlich wahrgenommen zu werden. Gerade
Nachwuchskünstler finden immer weniger Unterstützung – aber
auch bekannte deutsche Künstler werden im Rundfunk kaum noch gespielt.“
Prof. Dr. E. Weiler (Deutsche Popstiftung)
„Wer die Sprache beherrscht, beherrscht Markt und Umsatz.“